Für den türkischen Regierungschef, der den Anti-Terror-Kampf zu seiner Hauptaufgabe erklärte, stellt dieser Anschlag die erste ernsthafte Prüfung dar. Nach drei relativ ruhigen Monaten seit dem letzten großen Anschlag wurde nun klar, dass es die Behörden nicht geschafft haben, eine effektive Strategie für den Kampf gegen den Extremismus zu entwickeln.
Ziel der Drahtzieher des Terroranschlags waren die türkischen Spezialeinheiten, allerdings explodierte der Sprengsatz an einem öffentlichen Ort – an einer Bushaltestelle in der Rushhour. In der Nähe befindet sich das Stadtviertel Laleli, das als „russisches Istanbul“ bezeichnet wird. Hier kaufen russische Großhändler Waren zum Weiterverkauf in Russland.